Stefan Baumgärtner: Gründer & IT-Security-Consultant
Vom Kaufmann zum IT-Security-Consultant. Ein Weg zwischen Kommunikation, Strategie und Technik
Ich bin nicht über den klassischen Weg in die IT gekommen. Ursprünglich hatte ich ganz andere Pläne und wollte zunächst in einem Bereich arbeiten, der wenig mit Technik zu tun hatte. Mein Einstieg lag im Kaufmännischen, genauer gesagt im Direktmarketing. Dort ging es viel um Menschen, darum, wie man auf sie eingeht, wie ehrliche Kommunikation funktioniert und wie Vertrauen entsteht. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass genau dieser menschliche Aspekt in jedem Beruf entscheidend ist, auch in der IT.
In dieser Phase habe ich gelernt, über Zahlen und Systeme hinauszudenken und Zusammenhänge zu erkennen. Ich sehe nicht einfach Technik, ich sehe Prozesse, Verantwortlichkeiten und Ziele. Wirtschaftliches Denken und technisches Verstehen gehören für mich zusammen. Irgendwann war aber der Punkt erreicht, an dem mir klar wurde: Ich will wissen, was hinter den Kulissen passiert. Wie funktionieren die Systeme, die täglich Entscheidungen und Abläufe prägen? Diese Neugier hat mich schließlich in Richtung IT gebracht.
Also habe ich mich entschieden, den Schritt zu wagen und ein IT-Studium zu beginnen. Das war für mich ein echter Neustart und rückblickend genau der richtige. Während des Studiums habe ich gemerkt, wie viel Potenzial in der Verbindung von Kommunikation und Technik steckt. In Projekten ging es nie nur um Bits und Bytes, sondern darum, komplexe Themen so zu erklären, dass jeder sie versteht. Genau diese Mischung aus Technik und Verständlichkeit ist bis heute der Kern meiner Arbeit.
Nach dem Studium durfte ich in verschiedenen Positionen Verantwortung übernehmen, als Servicemanager, technischer Projektleiter, IT-Consultant und schließlich als IT-Security-Consultant. Jede Station hat mir gezeigt, dass IT nichts bringt, wenn man nicht die Sprache der Menschen spricht, die sie nutzen. Ich sehe meine Arbeit als Übersetzer zwischen Technik, Management und Anwendern. Wenn ich in einem Projekt helfen kann, dass alle Beteiligten dasselbe Ziel verstehen, dann habe ich genau das erreicht, was IT für mich ausmacht.
Heute liegt mein Schwerpunkt auf IT-Security-Consulting, mit Fokus auf Penetration Tests und Security Assessments. Hier kann ich das kombinieren, was mich beruflich und persönlich antreibt: analytisches Denken, strategisches Handeln und das Verständnis dafür, dass Sicherheit mehr ist als Technik. Es geht darum, Risiken fassbar zu machen, Schutzmaßnahmen sinnvoll umzusetzen und Unternehmen wirklich sicherer zu machen, nicht nur auf dem Papier, sondern in der Praxis.
Neben meinem Beruf ist es mir wichtig, auch außerhalb des Büros Verantwortung zu übernehmen. Ich bin ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv, dort geht es oft um schnelle, klare Entscheidungen und Teamarbeit unter Druck. Das ist etwas, das ich sowohl persönlich als auch beruflich schätze: strukturiertes Handeln, Vertrauen und Verlässlichkeit.
Und wenn ich mal nicht im Einsatz oder bei einem Projekt bin, bin ich am liebsten draußen. Ich fahre leidenschaftlich gern Motorrad und genieße es, einfach mal abzuschalten und neue Strecken zu erkunden. Die Zeit in der Natur hilft mir, den Kopf freizubekommen und Energie zu tanken.
Wenn ich heute auf meinen Weg zurückblicke, bin ich froh, dass es kein gerader war. Jeder Umweg hat mir etwas gegeben: Perspektive, Erfahrungen und die Fähigkeit, Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu verstehen.