Rückblick: Fit für NIS2 und CRA

Gemeinsam gegen Unsicherheit: Rückblick auf unsere Informationsveranstaltung zu NIS2 und CRA im WANDL

Viele mittelständische Unternehmen stehen derzeit vor einer großen Unsicherheit: Welche Anforderungen ergeben sich aus den neuen EU-Regulierungen NIS2 und CRA? Für wen gelten sie eigentlich genau? Und was passiert, wenn man sie nicht erfüllt?
Diese und viele weitere Fragen begegnen uns immer wieder in Gesprächen mit Unternehmerinnen und Unternehmern. Im Austausch mit dem BVMW, der sich gezielt für mittelständische Betriebe einsetzt, wurde deutlich, dass hier ein enormer Informationsbedarf besteht. Aus diesem Grund haben wir gemeinsam beschlossen, eine offene und kostenlose Informationsveranstaltung zu organisieren – mit dem Ziel, Orientierung zu schaffen und praxisnahe Einblicke zu geben.

Aufklärung durch Expertise

Der Abend stand ganz im Zeichen von Wissenstransfer und Austausch. In einer Reihe von Fachvorträgen erklärten unsere Referenten die Grundlagen und Hintergründe zu NIS2 und CRA. Dabei ging es nicht nur um abstrakte Gesetzestexte, sondern vor allem um die praktische Umsetzung im Unternehmensalltag:

  • Welche Betriebe fallen unter die neuen Richtlinien?
  • Welche Maßnahmen werden verpflichtend?
  • Wie kann man sich als Unternehmen effektiv vorbereiten?
  • Und wo liegen die größten Herausforderungen im Mittelstand?

Ziel war es, den Teilnehmenden eine klare Vorstellung davon zu vermitteln, was auf sie zukommt und welche Schritte sie jetzt planen sollten, um rechtzeitig und effizient reagieren zu können. Besonders wichtig war uns, Ängste zu nehmen und konkrete Handlungsempfehlungen an die Hand zu geben.

Ein Erfahrungsbericht, der bewegt hat

Ein Höhepunkt des Abends war der Erfahrungsbericht eines Unternehmens, das selbst Opfer eines Cyberangriffs geworden war. Der Vorstand schilderte eindrücklich, wie über Nacht sämtliche Systeme des Betriebs – von der Schließanlage bis hin zu zentralen Geschäftsdaten – verschlüsselt und unzugänglich wurden.
Die Firma weigerte sich, der Lösegeldforderung der Angreifer nachzukommen, und entschied sich stattdessen für den aufwändigen, vollständigen Wiederaufbau ihrer IT-Infrastruktur.
Seither ist Cybersicherheit dort fester Bestandteil der Unternehmensstrategie. Mitarbeiterschulungen, klare Sicherheitsrichtlinien und regelmäßige Auditierungen sind selbstverständlich geworden. Diese Offenheit und der Mut, die eigene Geschichte zu teilen, haben die Teilnehmenden spürbar beeindruckt. Der Vortrag machte deutlich, dass IT-Sicherheit kein abstraktes Thema ist, sondern über die Zukunft eines Unternehmens entscheiden kann.

Austausch, Diskussion und neue Perspektiven

Im Anschluss an die Präsentationen fand eine offene Podiumsdiskussion statt. Die eingeladenen Expertinnen und Experten diskutierten mit dem Publikum über die größten Herausforderungen und Lösungsansätze im Bereich Cybersicherheit.
Viele Fragen aus der Praxis sorgten für lebhafte Gespräche – etwa, wie sich kleinere Unternehmen organisatorisch aufstellen können oder welche Unterstützung durch Förderprogramme möglich ist.
Diese offene Atmosphäre führte zu einem regen Wissensaustausch, der weit über die reine Theorie hinausging. Gerade die Mischung aus technischem Know-how und unternehmerischer Perspektive machte die Diskussion besonders wertvoll.

Netzwerken bei Pizza und Gesprächen

Nach dem offiziellen Teil ging der Abend in entspannter Atmosphäre weiter. Bei Pizza und Getränken bot sich die Gelegenheit zum netzwerken. Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten Erfahrungen aus, stellten Fragen an die Referenten und nahmen wertvolle Impulse mit.
Viele nutzten die Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen oder sich über nächste Schritte zur Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen auszutauschen. Das positive Feedback, sowohl zu den Inhalten als auch zur Organisation, zeigte uns, dass solche Formate genau den richtigen Nerv treffen.

Ein Fazit mit Blick nach vorn

Die Veranstaltung hat eines deutlich gemacht: Der Informationsbedarf zum Thema Cybersicherheit ist groß – insbesondere im Mittelstand. Viele Unternehmen sind zwar betroffen, wissen jedoch nicht, wo sie anfangen sollen oder welche Anforderungen konkret auf sie zukommen.
Dabei ist der erste Schritt oft einfacher, als man denkt. Es geht nicht darum, sofort riesige Investitionen zu tätigen, sondern darum, Strukturen zu schaffen, Bewusstsein zu fördern und Prozesse nach und nach zu verbessern.
Schon kleine Veränderungen können einen großen Unterschied machen – sei es durch Schulungen, Backups oder grundlegende technische Schutzmaßnahmen.

Wir nehmen aus diesem Abend vor allem eines mit: Aufklärung, Austausch und Zusammenarbeit sind der Schlüssel, um Cybersicherheit im Mittelstand zu stärken. Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden, unseren Partnern aus dem Stellwerk18, morefactory, Elektro Rösler und dem BVMW für den gemeinsamen Einsatz und das große Interesse.
Wir danken auch unseren Sponsoren:

  • Enginsight
  • Wandl Boutique Conference Hotel & Ferienhaus
  • Hofbräuhaus Traunstein
  • Getränke Gimpl

Und besonders bei shoot2story für die tollen Fotos.

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Gemeinsam schaffen wir Bewusstsein und Sicherheit – Schritt für Schritt.

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